Darreichungsformen

Für die Anwendung über die Haut sind vor allem drei Formen gebräuchlich. Sie unterscheiden sich weniger im Prinzip als im Magnesiumgehalt.

Flüssige Lösung (Spray oder „Öl“). Eine gesättigte, etwa 31-prozentige Magnesiumchlorid-Lösung in Wasser. „Öl“ beschreibt dabei nur das ölige Hautgefühl — mit Fett hat die Lösung nichts zu tun. Sie wird als Spray direkt auf die Haut aufgetragen.

Gel. Dieselbe Magnesiumchlorid-Lösung, mit einem Geliermittel angedickt. Es lässt sich einmassieren und bleibt länger an Ort und Stelle; der Magnesiumgehalt liegt niedriger als bei der konzentrierten Lösung.

Badeflocken (Flakes). Die feste Form, Magnesiumchlorid-Hexahydrat. Die Flocken lösen sich in warmem Wasser und werden für Voll- und Fußbäder verwendet (siehe unten). Von den drei Formen haben sie den höchsten Magnesiumanteil.

Wie viel elementares Magnesium steckt darin? Maßgeblich ist nicht die Menge der Lösung, sondern der Anteil an reinem — „elementarem“ — Magnesium:

  • Flüssige Lösung: 1 Milliliter der gesättigten 31-prozentigen Lösung enthält rund 103 mg elementares Magnesium.
  • Badeflocken: 1 Gramm Flocken enthält rund 120 mg elementares Magnesium.

Die Herleitung: Magnesiumchlorid hat eine Molmasse von 95,2, Magnesium eine von 24,3 — von der Masse Magnesiumchlorid sind also etwa 24,3 / 95,2 ≈ 26 Prozent reines Magnesium. Ein Liter der gesättigten Lösung enthält rund 403 Gramm Magnesiumchlorid, ein Kilogramm Flocken rund 470 Gramm. Daraus ergeben sich die beiden Werte oben.

Magnesium für die tägliche Anwendung

Für die tägliche Anwendung wird das Magnesiumöl auf die Haut aufgetragen und einmassiert. Üblich sind morgens und abends jeweils etwa 2 Milliliter; das entspricht rund 400 Milligramm elementarem Magnesium in der aufgetragenen Lösung (die aufgenommene Menge ist damit nicht gesagt).

Für die tägliche Anwendung haben sich Arme und Schulterpartie bewährt: Sie sind leicht zugänglich, und die konzentrierte Magnesiumchlorid-Lösung wird dort in der Regel gut vertragen. Ebenso möglich sind Oberschenkel, Unterschenkel oder Bauch. Auch der Bereich unter den Achseln kommt in Frage — dort liegen viele Schweißdrüsen, und Schweißdrüsen wie Haarfollikel werden in der Forschung als mögliche Transportwege diskutiert.

Wie viele Sprühstöße oder Tropfen nötig sind, hängt von der Konzentration der Lösung ab und davon, wie viele Sprühstöße bei dem verwendeten Produkt auf 1 Milliliter kommen. Je nach Produkt liegt die Empfehlung zwischen 5 und 20 Sprühstößen pro Anwendung. Eine genaue Zielmenge lässt sich nicht seriös angeben, da die über die Haut aufgenommene Menge wissenschaftlich nicht belegt ist.

Voll- und Fußbäder

Für Bäder werden üblicherweise Magnesium-Badeflocken verwendet; grundsätzlich lässt sich auch die flüssige Lösung dafür einsetzen.

Vollbad. Maßgeblich sind die Magnesiumkonzentration, die vom Wasser bedeckte Körperoberfläche sowie Temperatur und Badedauer. Die Wassertemperatur sollte bei etwa 37 Grad Celsius liegen, die Badezeit 20 Minuten nicht unterschreiten. Für eine normal große Badewanne werden etwa 500 bis 1.000 Gramm Badeflocken gerechnet.

Fußbad. Die praktische und günstigere Alternative. Weil die bedeckte Körperfläche deutlich kleiner ist, sollte die Konzentration höher gewählt werden — zwischen 2 und 5 Prozent. Die Füße sollten bis über die Knöchel bedeckt sein, die Temperatur wieder bei etwa 37 Grad Celsius liegen, die Einwirkzeit mindestens 20 Minuten betragen.

Wenn die orale Zufuhr schwierig ist

Magnesium ist, was die Aufnahme im Darm betrifft, kein einfacher Stoff. Selbst ein intakter Darm mit gesunder Darmflora nimmt nur einen Teil des zugeführten Magnesiums auf — in der Literatur werden Größenordnungen um 30 Prozent genannt. Die Aufnahmefähigkeit verändert sich zudem im Lauf des Lebens.

Ein Teil der Menschen verzichtet deshalb bewusst auf zusätzliches Magnesium, weil schon geringe Dosen zu Unwohlsein, Blähungen oder Durchfall führen. Bei der äußerlichen Anwendung wird der Verdauungstrakt nicht beansprucht — für diese Gruppe ist das der entscheidende Unterschied.

Im höheren Alter kommt hinzu, dass die Magensäureproduktion nachlässt. Magensäure ist daran beteiligt, Magnesium in eine Form zu bringen, die der Körper aufnehmen kann. Auch das erklärt, warum die äußerliche Anwendung in dieser Gruppe auf Interesse stößt.

Sport und körperliche Belastung

Bei körperlicher Belastung steigt der Magnesiumbedarf, und über den Schweiß gehen zusätzlich Mineralstoffe verloren. Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Ermüdung und Müdigkeit bei — diese zugelassenen Angaben beziehen sich auf die Magnesiumversorgung über die Ernährung, nicht auf die äußerliche Anwendung. Die äußerliche Anwendung lässt sich mit der oralen Zufuhr kombinieren.

Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht. Die äußerliche Anwendung wird in dieser Gruppe mitunter gewählt, weil der Verdauungstrakt dabei nicht beansprucht wird.

Wichtig: Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sprechen Sie die Magnesiumzufuhr mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme ab. Das gilt für die äußerliche Anwendung genauso wie für die orale. Fragen zur eigenen Versorgung lassen sich nur individuell und mit Kenntnis des Gesundheitszustands beantworten — nicht über eine Website.