Magnesium in Schwangerschaft und Stillzeit

In Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Magnesiumbedarf. Dieser Text ordnet ein, was dazu bekannt ist — und macht deutlich, warum die Entscheidung über eine Magnesiumzufuhr in dieser Zeit nicht auf einer Website getroffen werden kann.

Schwangere Frau hält die Hände an ihren Bauch

Vorab und ohne Umschweife: Wenn Sie schwanger sind oder stillen, besprechen Sie jede Form der Magnesiumzufuhr vorher mit Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Das gilt für Tabletten wie für die Anwendung über die Haut. In der Schwangerschaft ist Magnesium außerdem ein Medikament, das in bestimmten Situationen gezielt und unter Überwachung eingesetzt wird — umso weniger ist es ein Thema für Selbstversuche nach Internetrecherche.

Der Bedarf verändert sich

Während der Schwangerschaft steigt der Magnesiumbedarf. Zwei Gründe werden dafür genannt: das Wachstum des Kindes und hormonelle Veränderungen, die dazu führen, dass mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird. Auch in der Stillzeit bleibt der Bedarf erhöht, weil Mineralstoffe über die Muttermilch weitergegeben werden.

Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, zur normalen Funktion des Nervensystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei — das sind die nach europäischem Recht zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen. Mehr lässt sich seriös nicht behaupten, und mehr braucht es auch nicht: Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist in dieser Lebensphase ohnehin Thema jeder Vorsorgeuntersuchung.

Was Sie in Ratgebertexten häufig lesen — Magnesium wirke vorzeitigen Wehen entgegen, verbessere die Durchblutung der Gebärmutter oder verhindere einen Schwangerschaftsdiabetes — geben wir hier ausdrücklich nicht wieder. Solche Aussagen sind rechtlich unzulässig und fachlich nicht durch belastbare Daten gedeckt. Fragen zu Wehen, Blutdruck oder Blutzucker in der Schwangerschaft gehören in die ärztliche Betreuung, wo sie hingehören.

Warum die Anwendung über die Haut in dieser Gruppe gefragt ist

Der praktische Grund ist unspektakulär: Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden sind in der Schwangerschaft häufig. Die orale Zufuhr von Magnesium kann bei einem Teil der Menschen selbst Blähungen, Unwohlsein oder Durchfall auslösen — eine ungünstige Kombination.

Die Anwendung über die Haut beansprucht den Verdauungstrakt nicht. Das ist der sachliche Unterschied, und es ist der einzige, den wir behaupten.

Anwendungsformen

Für die Anwendung stehen zur Verfügung:

  • Magnesium Oil — auf die Haut aufgetragen und einmassiert, etwa auf Arme und Schulterpartie
  • Magnesium Gel — für die Massage, etwa im Nacken- und Schulterbereich
  • Badeflocken für Voll- oder Fußbäder, bei etwa 37 Grad Celsius, 20 Minuten

Die Details zu Dosierung, Hautarealen und Einwirkzeiten stehen unter Anwendung.

Wichtige Einschränkungen: Zum Geburtstermin, mit Einsetzen der Wehen, ist von einer Magnesiumanwendung abzusehen. Bei Nierenerkrankungen und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt das ohnehin Gesagte umso mehr: vorher ärztlich abklären. Ansteigende Fußbäder sind bei Krampfadern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht geeignet.

Fazit

Der Magnesiumbedarf ist in Schwangerschaft und Stillzeit erhöht — das ist gut belegt. Ob und wie Sie zusätzlich Magnesium zuführen, ist eine individuelle Entscheidung, die von Ihrem Versorgungsstatus, Vorerkrankungen und dem Verlauf Ihrer Schwangerschaft abhängt. Diese Faktoren kennt Ihre Hebamme oder Ihre Ärztin. Wir kennen sie nicht.

← Zurück zur Übersicht